26.04.2019: Schon jetzt 3D-Daten an Baufirmen übergeben

Ende März trafen sich in in Siegen 11 Vertreter von Straßen- und Tiefbauunternehmen sowie planenden Ingenieur-Büros, um sich im informellen Rahmen über den Stand der Umsetzung von BIM auszutauschen.

Einig waren sich die Baufachleute darüber, dass eine kurzfristige Umstellung der Planung im wirklichen Sinn von BIM – somit eine Planung mit Volumenkörpern, die Informationen in sich tragen – derzeit nicht zu realisieren ist. Diese Aussage stützt sich auf zwei wichtige Tatsachen.

Zum einen sind in den Ingenieur-Büros derzeit vor allem CAD-Systeme im Einsatz, die mit der 3-Tafel-Projektion aus Grundriss, Längsschnitt und Querprofil arbeiten und eine Volumenkörper-Bildung gar nicht zulassen. Auf der anderen Seite liegt zwar bei den ausführenden Bauunternehmen ein großes Optimierungspotential durch den Einsatz von 3D-Maschinensteuerungen. Allerdings brauchen diese Steuerungen digitale Geländemodelle (DGM) als Eingangsparameter und keine geschlossenen Volumenkörper.

Trotz dieser einschränkenden Tatsachen ist es für Baufirmen von Vorteil, wenn die in den Planungsbüros vorhandenen 3D-Daten vor Baubeginn in digitaler Form und möglichst verlustfrei übergeben würden. Gemeint sind damit nicht nur 2D-CAD-Pläne und Punktlisten (CSV-Dateien mit Punktnummer X,Y,Z), sondern auch Angaben zum Urgelände als DGM sowie die Fahrbahnränder als 3D-Linie.

Frank Kocher, der an dem Treffen der Baufachleute Ende März in Siegen teilgenommen hat, wird eine Zusammenfassung von möglichen Dateiformaten zur Anwendung im Straßen- und Tiefbau erstellen. Durch die Nutzung dieser Möglichkeiten können sich ausführende Bauunternehmen künftig einfacher und schneller die DGM für ihre Maschinen erstellen.

Veröffentlicht wird die Zusammenfassung von Frank Kocher in Kürze auf dieser Internetseite sowie auf dem Blog bim-tiefbau.de.

 

 

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